Institut für Orientalische und Europäische Archäologie (OREA)


Evaluation und Etablierung als ständiges Institut

Die dreijährige Pilotphase des Instituts für Orientalische und Europäische Archäologie führte zu einer Evaluierung durch ein internationales wissenschaftliches Komitee. Der neue, von der Akademie der Wissenschaften im Juni 2016 beschlossene Status des Instituts ist das Ergebnis dieser sehr erfolgreichen Evaluation. Das OREA-Team ist stolz, als ständiges Institut Bestandteil der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu sein!

OREA ist die einzige archäologische Institution in Österreich mit mehreren hochkompetitiven Förderungen. Insgesamt 4 ERC-Grants (3 Starter, 1 Advanced) und 4 FWF START-Preise kennzeichnen OREA als eines der führenden Institute im Bereich der Archäologie.

Mission Statement


Das im Jahr 2013 gegründete Institut für Orientalische und Europäische Archäologie (zu den ehemaligen Kommissionen siehe Rückblick) deckt den essentiellen Kulturraum prähistorischer und früher historischer Entwicklungen vom Orient bis Europa ab, die sich derzeit in den drei kulturellen Kernzonen Europa, Ägypten & Levante sowie Ägäis & Anatolien widerspiegeln. Die häufig getrennt voneinander betrachteten und erforschten Räume Orient & Okzident werden bewusst nicht als Kontrapunkte in verschiedenen Welten verstanden, sondern bilden vielmehr eine kulturelle Klammer für entscheidende Kulturentwicklungen der Menschheitsgeschichte. Der Fokus der Grundlagenforschung liegt in dem Zeithorizont vom Quartär vor rund 2,6 Millionen Jahren bis zur Transformation der Gesellschaften in historische Epochen im 1. Jahrtausend v. Chr.

Die Methoden der Forschungen umfassen archäologische Feldforschungen (Ausgrabungen und Surveys) und Materialstudien mit vielfältigen archäometrischen Analysen. Dazu kommen interdisziplinäre Kooperationen in zahlreichen Disziplinen, wie Archäozoologie und -botanik, Anthrakologie, Anthropologie, Paläogenetik, Klimatologie, Geoarchäologie und Landschaftsmodellierung. Die grundlegende Auswertung und Interpretation früher Kulturen bildet den Kern aller Forschungen, in die alle Quellen einbezogen werden. Dazu gehören zudem Studien zu Chronologien, Kunst, frühen Schriftkulturen und zu einem breiten sozio-kulturellen Spektrum, wie Religion, Ideologien und Identitäten.

Die Forscher/innen an OREA decken einen breiten Fächerkanon ab, der Ägyptologie, Sudanarchäologie, Urgeschichte/prähistorische Archäologie, vorderasiatische und frühgriechische Archäologie sowie verschiedene Philologien umfasst.

Fokussierte Forschungen zu verschiedenen Schwerpunkten sind in Forschungsgruppen konzentriert, die überregional und diachron gestaltet sein können. Forschungsgruppen werden permanent weiterentwickelt und initiiert, um neue Impulse in der Forschungslandschaft zu setzen oder aufzugreifen.

Für eine laufende nationale und internationale Qualitätssicherung sowie zusätzliche Forschungsfinanzierung strebt das Institut nach Erfolgen in der kompetitiven Drittmitteleinwerbung. Die aktuellen Förderungen durch den österreichischen Forschungsfonds (FWF), den ERC, das EU-Marie-Curie-Programm und INSTAP sowie von der Österreichischen Nationalbank (ÖNB), dem White Levy Fund, der Stadt Wien, dem Land Niederösterreich und verschiedenen Privatstiftungen spiegeln die Erfolgsquote wider.

Das Institut gibt sechs eigene Publikationsreihen und zwei internationale Zeitschriften heraus. Die Publikationsorgane spiegeln die eigenen Kernforschungsbereiche wider und entsprechen durch internationale Begutachtungsverfahren und Advisory Boards den höchsten wissenschaftlichen Standards.

ArchA

Archaeologia Austriaca. Zeitschrift zur Archäologie Europas / Journal on the Archaeology of Europe

Ä&L/E&L

Ägypten und Levante / Egypt and the Levant. Internationale Zeitschrift für ägyptische Archäologie und deren Nachbargebiete / International Journal for Egyptian Archaeology and Related Disciplines

MPK

Mitteilungen der Prähistorischen Kommission

OREA

Oriental and European Archaeology

MykSt

Mykenische Studien

CAENL

Contributions to the Archaeology of Egypt, Nubia and the Levant

CChEM

Contributions to the Chronology of the Eastern Mediterranean in the Second Millennium BC

UZK

Untersuchungen der Zweigstelle Kairo des Österreichischen Archäologischen Instituts

Laufende OREA Forschungen und Projekte (© OREA)