Quartärarchäologie


Grabung Krems-Wachtberg, J. Bayer 1930 (©NHM Wien)
Krems-Wachtberg 2005: 30,000 Jahre alte Doppelbestattung von Neugeborenen (© OREA)

Die Forschungsgruppe Quartärarchäologie beschäftigt sich mit der interdisziplinären Erforschung altsteinzeitlicher Gesellschaften.
Der zeitliche Rahmen umfasst rund 100.000 Jahre und findet mit dem Ende der letzten Eiszeit und der schrittweisen Sesshaftwerdung in der Zeit bis zum 6. vorchristlichen Jahrtausend seinen Abschluss. Schwerpunkt der Forschungen liegt in der Zeit vor 40.000–18.000 Jahren, wobei die Entwicklung der Lebensräume in klimatischer, ökologischer und ökonomischer Sicht sowie deren Wechselwirkungen und gegenseitigen Beeinflussungen durch veränderte Nutzung der Ressourcen erfasst werden.

Im Focus stehen Fundstellen in Niederösterreich, dessen Fundlandschaft qualitativ und quantitativ zu den bedeutendsten Gebieten Europas gehört.
Die Lage am Donauraum birgt Schlüsselstellen zur Entwicklung der frühesten Kulturen, zu ihren Kontakten im Zuge der Ausbreitung über den europäischen Kontinent und letztlich der Herausbildung regionaler Identifikationen.