Digitizing Early Farming Cultures


Das Projektziel von Digitizing Early Farming Cultures (DEFC) ist die Standardisierung und Integration von Forschungsdaten zu neolithischen und kupferzeitlichen (ca. 7000–3000 v. Chr.) Fundstellen und Funden aus Griechenland und Westanatolien. Die Grundlage bilden digitale und analoge Ressourcen von Forschungsprojekten der Forschungsgruppe Prehistoric Phenomena am Institut für Orientalische und Europäische Archäologie (OREA) der ÖAW.

Griechenland und Westanatolien sind benachbarte und archäologisch eng verwandte Regionen. Dennoch wurden sie in der archäologischen Forschung bisher vorwiegend getrennt voneinander behandelt. Dies führte zur Entwicklung von unterschiedlichen Terminologien und Chronologie-Systemen, aufgrund derer die Forschungsdaten fragmentiert und nach unterschiedlichen Modellen organisiert vorliegen. Um archäologische Forschungsfragen über das gesamte Gebiet zu bearbeiten, müssen die Daten harmonisiert werden.

Das Ziel dieses Projektes ist es nun, die bestehenden Daten zu integrieren, analoge Ressourcen zu digitalisieren und Metadaten für den erleichterten Zugang und die Wiederverwendung dieser Daten zu produzieren. Diese Daten werden „open-access“ zugänglich gemacht. Digitizing Early Farming Cultures wird dadurch zum ersten Mal Forschung ermöglichen, die auf Daten von mehreren, bisher unabhängigen Projekten basiert. Dies soll die aktive Zusammenarbeit von Forschenden innerhalb von OREA unterstützen, um Fragen zur technologischen und sozialen Entwicklung, zu Siedlungsstrukturen sowie zu Austausch und Gewinnung von Rohmaterial in diesem Großraum zu beantworten.

Das Projekt wird von der OREA-Forschungsruppe Digital Archaeology in Zusammenarbeit mit dem ÖAW ACDH und der Forschungsgruppe Anatolian Aegean Prehistoric Phenomena durchgeführt.