Sammlung Fritz Schachermeyr


Fritz Schachermeyr (© OREA)

Unter den Besitztümern, die Fritz Schachermeyr im Lauf seines Lebens zusammengetragen hatte, lag ihm seine Sammlung prähistorischer Keramik wohl am meisten am Herzen. Während der Jahre, in denen die Gesetzeslage der betreffenden Länder das Auflesen von Scherben noch gestattete, und später als sein Ruf als bester Kenner ägäischer Keramik ihm so manche Schenkung seitens der Behörden Griechenlands und der übrigen Länder eintrug, gelang es ihm, eine bedeutende, weil umfangreiche Privatsammlung von Keramikbeispielen aus dem gesamten östlichen Mittelmeerraum und für die Zeit vom Neolithikum bis zum Ende der Bronzezeit aufzubauen. Seine Sammlung sollte ein lückenloses Lehr- und Anschauungsmaterial für den akademischen Unterricht ebenso werden wie eine Grundlage historischer Erkenntnis.

Fritz Schachermeyr beschloss testamentarisch, seine Sammlung, die rund 2000 Keramikfragmente und einige Ganzgefäße umfasst, der Verantwortung der damaligen Mykenischen Kommission zu übergeben. An dieses Legat ist die Bedingung geknüpft, die Sammlung der Fachwelt zugänglich zu machen. So wird sie heute am Institut für Orientalische und Europäische Archäologie aufbewahrt und verwaltet, damit sie FachkollegInnen und StudentInnen zu Studienzwecken benützen können. Für die Besichtigung und das Studium wird um Voranmeldung gebeten.

(© OREA, Foto N. Gail)

Publikationen

Publikationen

  • F. Schachermeyr (†), Sammlung Fritz Schachermeyr: Die neolithische Keramik Thessaliens. Aus dem Nachlaß bearbeitet von Eva Alram-Stern. Veröffentlichungen der Mykenischen Kommission 13, Wien 1991.
  • C. Reinholdt, Sammlung Fritz Schachermeyr, Faszikel II: Die Keramik aus der Levante und dem Vorderen Orient. Veröffentlichungen der Mykenischen Kommission 19, Wien 2001.
  • P. Pavuk – B. Horejs, Sammlung Fritz Schachermeyr, Faszikel III: Mittel- und spätbronzezeitliche Keramik Griechenlands. Veröffentlichungen der Mykenischen Kommission 31, Wien 2012.