Austrian Quaternary Sites (AQS)

Datenbankprojekt der Quartärarchäologie


Die Notwendigkeit einer Identifizierung, Adaptierung, Ordnung und Bewertung von Fundstellen des Paläolithikums in Österreich wurde bereits 1998 erkannt. Mit der Datensammlung wurde im Rahmen des FWF Projektes „Paläolithische Industriekreise“ (P-13780; 2000–2004) begonnen. Stufenweise ist eine Fundortdatenbank entstanden, die neben archäologischen Stätten auch relevante Quartärprofile und -funde sowie Rohmateriallagerstätten berücksichtigt. Entstanden ist eine interdisziplinär angelegte Quelldatensammlung, bei der sämtliche Informationen mit den jeweiligen Fundorten verknüpft sind.

Mit Beginn der Grabungen Krems-Wachtberg 2005 wurde die AQS Datenbank grundlegend erweitert und auf eine MySQL-Plattform gestellt: So kann immer der aktuellste Datenbestand von allen MitarbeiterInnen und externen KooperationspartnerInnen genutzt werden. Die großen Datenmengen, die im Zuge der Geländearbeiten an mehreren Fundstellen und der Materialaufnahmen entstanden sind, bilden heute den weitaus größten Teil der Datenbank (derzeit über eine halbe Million Datensätze). AQS dient nicht nur der Verwaltung der Gelände-, Bearbeiter- und Auswertungsdaten, sondern zugleich den Nutzern zur Dateneingabe (Artefaktmorphologie, Rohmaterial- und Faunabestimmung, Eintrag von Messwerten bei Proben usw.) und Weiterverwendung (Fundinventare für Behörden, räumliche Auswertungen, Modellierungen usw.).

In der Datenbank werden drei Ebenen unterschieden

  1. Tabellen zu Fundorten, Maßnahmen, Literatur

  2. Fundstellenspezifische Tabellen zu Geländedaten, Befunden, Schichten, Fotos, Artefaktmorphologie, lithischem Rohmaterial, Fauna, Holzkohlen, Proben usw.

  3. Servicetabellen: Attributlisten für bestimmte Felder bestimmter Tabellen

Zusätzlich dienen einige Tabellen der Verwaltung der Datenbank selbst. Hier werden Nutzer und deren Zugriffsrechte administriert.