Die Transformation der mykenischen Welt


Submykenische Kylix aus der „schwarzen Schicht“ in Olympia

Nach dem Zusammenbruch des mykenischen Palastsystems um 1200 v. Chr. führten veränderte politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zur Herausbildung neuer gesellschaftlicher Strukturen in der Ägäis, welche die ausgehende Bronzezeit des 12. und frühen 11. Jhs. und jene der frühen Eisenzeit ab der Mitte des 11. bis in die zweite Hälfte des 11. Jhs. v. Chr, prägten. Neben Veränderungen in den Siedlungsverhältnissen und Begräbnissitten sowie Bevölkerungsmobilität stehen Anzeichen für die teilweise Kontinuität religiöser Praktiken und sozial-hierarchischer Differenzierung. In der frühen Eisenzeit des 1. Jts. v. Chr. bildeten sich neue regionale Identitäten heraus, die sich in neuen politischen Zentren und den Heiligtümern der verschiedenen Landschaften konstituierten. Dieser spannenden Epoche am Übergang von der Bronzezeit zur Eisenzeit widmen sich aktuell mehrere Buchprojekte, an denen Birgitta Eder mit verschiedenen Beiträgen beteiligt ist.

Englisch- und deutschsprachige Handbücher bereiten derzeit die Periode der ausgehenden Bronzezeit und der frühen Eisenzeit in Griechenland (1200–700 v. Chr.) im Überblick auf. Der moderne Forschungsstand zu dieser wichtigen Periode der Transformation gesellschaftlicher Strukturen und der Entstehung der griechischen Identitäten ist aufgrund der kleinteiligen Publikationslage vor allem nur Spezialisten zugänglich und soll durch die Überblickswerke einem breiteren interessierten Kreis an Wissenschaftlern erschlossen werden. 

Publikationen

Publikationen

  • Wittke (Hrsg.), Frühgeschichte der Mittelmeerkulturen, Supplementband 10 des Neuen Pauly (Stuttgart 2015). B. Eder ist an diesem Band als Teilherausgeberin, Autorin und Mitautorin verschiedener Beiträge (Griechenland und Griechen im Mittelmeerraum: Überblick, Olympia, Peloponnes, Nordwestgriechenland, Ägäische Netzwerker) beteiligt.
  • Eder, Die Kontinuität bronzener Ringhenkeldreifüße im sozialen Kontext der Transformation der mykenischen Welt zwischen 1200 und 700, in: St. Nawracala – R. Nawracala (Hrsg.), ΠΟΛΥΜΑΘΕΙΑ. Festschrift für Hartmut Matthäus anlässlich seines 65. Geburtstages (2015) 79–97.
  • Eder – S. Deger-Jalkotzy, The Transformation of the Mycenenaean World: LH IIIC and Submycenaean, in: C. Antonaccio – J. Carter (Hrsg.), The Cambridge Companion to the Early Iron Age in Greece (im Druck).
  • B. Eder, The Role of Sanctuaries and the Formation of Greek Identities in the LBA/EIA Transition, in: . I. Lemos – A. Tsingarida (Hrsg.), International Conference “Beyond the Polis: Ritual Practices and the Construction of Social Identity in Early Greece (12th – 6th Centuries B.C.)”, 24.–26. September 2015, Brussels ULB (im Druck).
  • B. Eder – I. Lemos, The Aegean in the Late Bronze and Early Iron Age, in: I. Lemos – A. Kotsonas (Hrsg.), A Companion to the Archaeology of Early Greece and the Mediterranean (in Vorbereitung).