Freitag, 10. Mai 2019, 9:30 - 12:30

(K)Eine Frage der Perspektive? Archäologie und Naturwissenschaften

Kick-off Themenplattform „Naturwissenschaften und Archäologie“

„Archaeology is what archaeologists do“
(David Clarke, 1973)

Mit dieser mittlerweile legendären Definition wollte David Clarke 1973 die Öffnung zu anderen Disziplinen fördern, die Kommunikation zu den Natur- und Computerwissenschaften vertiefen und zugleich den Selbstfindungsprozess der diversen Archäologien stärken. Naturwissenschaften spielen seit rund 180 Jahren eine große Rolle in der Erforschung der Menschheitsgeschichte, wenn auch in den verschiedenen archäologischen Fächern unterschiedlich adaptiert und rezipiert. Die aktuellen Herausforderungen in der interdisziplinären Archäologie stehen im Zentrum der neuen Themenplattform an der ÖAW, die zudem einen Rahmen zur Diskussion von Zukunftskonzepten und wissenschaftlichen Perspektiven zu Naturwissenschaften & Archäologie im 21. Jahrhundert bieten soll. Der in Wien traditionell stark verankerte interdisziplinäre Forschungsansatz in den Archäologien bietet die optimale Voraussetzung die möglichen wissenschaftlichen Szenarien für die Zukunft zu diskutieren. Die große Anzahl und Vielfalt archäometrischer Methoden, die Erschließung neuer Forschungsfelder innerhalb transdisziplinärer Bereiche sowie aktuell postulierte potentielle Paradigmenwechsel laden zu einer kritisch-konstruktiven Auseinandersetzung ein. Konzertierte Maßnahmen im Zeitraum 2019–2020 sollen zum einen die Vernetzung und fächerübergreifende Diskussion fördern, zum anderen konkrete Ideen für neue, gemeinsame Projekte generieren.

Auftakt zur Themenplattform ist dieser Workshop mit einer bewussten Reflexion von Seiten der Nicht-Archäolog_innen. Forschende aus dem Bereich der Natur- und Lebenswissenschaften sprechen bei dieser Auftaktveranstaltung über ihr Verständnis von Archäologie und ihre Zukunftsvisionen einer interdisziplinären Zusammenarbeit, Vertreter_innen der archäologischen Fächer stehen als Respondent_innen zur Verfügung. Durch diesen „Perspektivenwechsel“ wird eine erste konkrete Einschätzung der aktuell wichtigsten Themenbereiche der Plattform erwartet, die sich am Bedarf aller Teilnehmer_innen orientiert.