Mittwoch, 03. Oktober 2018, 17:30 - 18:30

Neue österreichisch-israelische Ausgrabungen am Tel Lachisch (Israel)

Felix Höflmayer (OREA) & Katharina Streit (Institute of Archaeology, Hebrew University of Jerusalem)

Tel Lachisch (Israel) ist einer der bedeutendsten bronze- und eisenzeitlichen Fundorte des heutigen Israel. Während die eisenzeitliche Besiedelung und die Siedlungsschichten der Spätbronzezeit durch frühere Grabungen als gut erforscht gelten können, war lange Zeit insbesondere die Mittel- und frühe Spätbronzezeit des Fundplatzes nur in wenigen Ausschnitten bekannt. Im Rahmen des vom FWF mit einem START-Preis geförderten Projektes „Tracing Transformations“ untersucht seit 2017 ein österreichisch-israelisches Team gezielt die Siedlungsschichten der späten Mittel- und frühen Spätbronzezeit. Dabei wurden im Areal S auf der Westseite des Fundplatzes die seit 1987 unterbrochenen Arbeiten am stratigraphischen Tiefschnitt wieder aufgenommen und ein massives, über 15 m langes Gebäude angeschnitten sowie Siedlungsreste der frühen Spätbronzezeit mit großen Mengen zyprischer Importkeramik freigelegt. In dem nördlich des eisenzeitlichen Podiums gelegenen Areal P wird seit 2018 der Palast aus der späten Mittelbronzezeit weiter ausgegraben. Dieser Vortrag stellt die Funde und Befunde der österreichisch-israelischen Grabungen nach zwei Ausgrabungskampagnen vor.